Satzung und Ordnungen umfassend überarbeitet, Haushalt 2026 beschlossen, neue Beitragsstruktur für 2027 verabschiedet und zahlreiche Ehrenamtliche ausgezeichnet
Am 4. Juli 2026 kamen die Delegierten des Baden-Württembergischen Badminton-Verbandes zum 28. Ordentlichen Verbandstag in der Gemeindehalle Gschwend zusammen. Der TSF Gschwend erwies sich dabei als engagierter Gastgeber. Präsidentin Jasmin Rosemeyer eröffnete die Versammlung und dankte dem Ausrichter-Team um Daniel Brumm für die Organisation. Nach dem Totengedenken begrüßten auch Vertreter des TSF Gschwend sowie Bürgermeister Jochen Ziehr die Delegierten.

Präsidentin Jasmin Rosemeyer eröffnete den 28. Ordentlichen BWBV-Verbandstag in Gschwend.
Ein besonderer Auftakt waren die zahlreichen Ehrungen für langjähriges Engagement im baden-württembergischen Badminton. Unter anderem wurden Florian Winniger für zehn Jahre, Thomas Kohlmey und Rüdiger Kirn für 15 Jahre, Martin Ponterlitschek für 20 Jahre sowie Sportwart Andreas Schuch für 25 Jahre Tätigkeit ausgezeichnet. Nicole Steidinger und Vizepräsident Michael Kotta wurden für jeweils 35 Jahre geehrt. Geschäftsstellenleiterin Susanne Kniepert erhielt die Ehrenmedaille für 30 Jahre Tätigkeit. Eine besondere Würdigung erfuhr Karlheinz Hohenadel für 40 Jahre Engagement mit dem Ehrenring des BWBV.
Auch die sportlich erfolgreichsten Mannschaften der vergangenen Saison wurden ausgezeichnet: BC Offenburg II als Meister der Baden-Liga, KSG Gerlingen als Meister der Württemberg-Liga, die SpVgg. Mössingen als Meister der Baden-Württemberg-Liga sowie die SG Schorndorf als BWBV-Mannschaftsmeister 2025/2026.

Zahlreiche Auszeichnungen, Ehrenteller und Präsente warteten beim Verbandstag auf ihre Empfänger.
Finanzen und Haushalt im Mittelpunkt
Einen breiten Raum nahmen die Finanzen des Verbandes ein. Nach der Neuaufstellung der Buchhaltung und dem Wechsel von Lexware zu DATEV wurde über die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 sowie die aktuelle Finanzlage berichtet. Die Kassenprüfer empfahlen nach Vorlage der abschließenden Unterlagen die Entlastung des Präsidiums. Diese erfolgte anschließend mit 334 Ja-Stimmen einstimmig.
Der Haushaltsplan 2026 wurde mit 296 Ja-Stimmen bei 38 Enthaltungen angenommen. Gleichzeitig machte die Diskussion deutlich, dass der Verband nach dem in den vergangenen Jahren vorgesehenen Rücklagenabbau seine Einnahmebasis verbreitern und die Ausgaben weiterhin genau im Blick behalten muss.
Mitgliedsbeiträge 2027: Delegierte verändern den ursprünglichen Vorschlag
Intensiv diskutiert wurde die Beitragsstruktur für das Jahr 2027. Aus dem Plenum kam der Vorschlag, auf einen zusätzlichen Turnierbeitrag zu verzichten und stattdessen den Beitrag nach Punkt 3 c) auf 2,00 Euro anzuheben. Der Änderungsantrag wurde mit 328 Ja-Stimmen bei sechs Gegenstimmen angenommen. Die so geänderte Beitragsstruktur für 2027 erhielt anschließend 301 Ja-Stimmen bei zehn Gegenstimmen und 23 Enthaltungen.
Neue Verbandsstruktur beschlossen
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die umfassende Überarbeitung von Satzung und Ordnungswerk. Die Delegierten verabschiedeten die Neufassung der Satzung sowie zahlreiche Folgeänderungen mit sehr großen Mehrheiten. Mit der neuen Struktur soll der BWBV künftig agiler und professioneller aufgestellt werden. Dabei wurde auch die Grundlage für die Einführung eines hauptamtlichen Sportdirektors geschaffen. Im Zuge dieser Strukturveränderung entfällt das bisherige Vizepräsidentenamt von Karlheinz Hohenadel, der anschließend aus diesem Amt verabschiedet und für sein jahrzehntelanges Engagement geehrt wurde.

Langjähriges ehrenamtliches Engagement wurde beim Verbandstag besonders gewürdigt.
Wahlen bestätigen Kontinuität
Bei den turnusgemäßen Wahlen wurde Michael Kotta einstimmig bis 2030 als Vizepräsident und ständiger Vertreter bestätigt. Auch Sportwart Andreas Schuch, Jugendwart Bastian Schneider und Lehrwart Florian Winniger wurden jeweils einstimmig bis 2030 gewählt.
Michael Ochner und Rainer Grobshäußer-Schwarz bleiben bis 2028 Kassenprüfer; Marc Ebert wurde neu zum Ersatzkassenprüfer gewählt. Für das Verbandsgericht wurden Patrick Spahr als Vorsitzender, Michael Ditzenbach als zweiter Beisitzer und Andreas Richter neu als erster Beisitzer gewählt.
Blick nach vorne – und 2028 wieder Gschwend
Mit großer Mehrheit beauftragte der Verbandstag außerdem den Spielausschuss, die Qualifizierung und künftige Organisation der Staffelleiter weiterzuentwickeln. Dabei sollen insbesondere digitale und kompakte Schulungsformen geprüft werden.
Zum Abschluss gab es bereits die Entscheidung über den nächsten ordentlichen Verbandstag: Der 29. Ordentliche BWBV-Verbandstag 2028 wird erneut in Gschwend stattfinden. Die Bewerbung des TSF Gschwend erhielt alle 320 zu diesem Zeitpunkt abgegebenen Stimmen.

Zahlreiche Sachthemen und strukturelle Weichenstellungen bestimmten die rund viereinhalbstündige Versammlung.
Nach rund viereinhalb Stunden endete der Verbandstag um 15:55 Uhr mit dem Dank an alle Delegierten sowie an den TSF Gschwend für die Ausrichtung.
Text: Kim Mayer | Fotos: Sven Heise