Für die Athleten aus Frankreich hätte es bei den YONEX German Open Badminton Championships 2026 in Mülheim an der Ruhr (24. Februar bis 1. März in der Westenergie Sporthalle) am Tag der Viertelfinalspiele (Freitag, 27. Februar 2026) nicht besser laufen können: Erst zog der amtierende Vizeeuropameister Toma Junior Popov – nach einem kräftezehrenden Dreisatzmatch gegen den Japaner Minoru Koga (Weltranglistenplatz 63) – ins Halbfinale des Herreneinzelwettbewerbs ein. Kurze Zeit später folgte ihm sein jüngerer Bruder Christo Popov in die Runde der besten vier Spieler, indem er den Turniergewinner von 2023, Ng Ka Long Angus aus Hongkong (Weltranglistenplatz 31), in zwei engen Sätzen bezwang. Am späten Abend durfte schließlich noch das französische Herrendoppel Julien Maio/William Villeger einen knappen Dreisatzerfolg über Fang-Chih Lee/Fang-Jen Lee aus Taiwan (Weltranglistenplatz 23) bejubeln.
Herreneinzel: zweimal Frankreich gegen Taiwan
„Ich bin sehr erleichtert, das waren zwei harte Sätze. Ich wusste, dass es ein hartes Match werden wird, und ich habe am Ende jeden Ballwechsel in meinen Beinen gespürt. Daher bin ich sehr froh, dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe. Die Atmosphäre war sehr schön! Dass wir beide im Halbfinale stehen, ist natürlich toll. Mein Bruder und ich werden nun so gut es geht regenerieren“, meinte der 23 Jahre alte Christo Popov nach seiner Viertelfinalpartie. Der aktuelle Weltranglistenfünfte hatte 2024 zum ersten Mal bei dem Turnier der Kategorie „HSBC BWF World Tour Super 300“ den Titel geholt. „Ich bin glücklich und erleichtert. Wir haben uns gegenseitig bis ans Limit gepusht. Es ist sehr schön, hier zu spielen“, so Toma Junior Popov nach seiner Begegnung mit Minoru Koga.
Während der topgesetzte Christo Popov am Samstag (28. Februar 2026) in der Runde der besten vier Herren auf Lin Chun-Yi aus Taiwan (Weltranglistenplatz 11; Setzplatz 4) trifft, spielt Toma Junior Popov (Weltranglistenplatz 17; Setzplatz 6) in der unteren Hälfte des Teilnehmerfeldes gegen dessen Nationalmannschaftskollegen Chi Yu Jen (ebenfalls Taiwan; Weltranglistenplatz 20; Setzplatz 8) um den Einzug ins Finale.
Dameneinzel: drei Chinesinnen im Halbfinale
Die Weltranglistenzweite Wang Zhi Yi wahrte am Freitag ebenfalls die Chance, in Mülheim an der Ruhr als Nummer eins der Setzliste den Titel zu holen: Die Chinesin steht im Halbfinale des Dameneinzelwettbewerbs der Japanerin Tomoka Miyazaki (Weltranglistenplatz 9; Setzplatz 4) gegenüber. In der anderen Vorschlussrundenpartie sind gleich zwei Spielerinnen aus dem „Reich der Mitte“ vertreten: Die an Position zwei notierte Weltranglistenfünfte Han Yue misst sich darin mit Han Qian Xi, die im Ranking des Badminton-Weltverbandes BWF derzeit auf Platz 37 geführt wird.
Herrendoppel: weitere Begegnung zwischen Landsleuten
Die Franzosen Julien Maio/William Villeger (Weltranglistenplatz 89) hatten im Achtelfinale das topgesetzte Herrendoppel Aaron Chia/Soh Wooi Yik aus Malaysia (Weltranglistenplatz 2) aus dem Turnier geworfen und treffen im Halbfinale auf Chiu Hsiang Chieh/Wang Chi-Lin (Taiwan; Weltranglistenplatz 11; Setzplatz 5). Die andere Vorschlussrundenpartie – eine Begegnung zwischen Landsleuten – bestreiten Chen Bo Yang/Liu Yi (China; Weltranglistenplatz 12; Setzplatz 6) und Liang Wei Keng/Wang Chang (ebenfalls China; Weltranglistenplatz 3; Setzplatz 2).
Damendoppel: Spielerinnen aus Asien dominieren
Bei den Damen kommt es in der Runde der besten vier Paarungen zum Duell zwischen Bao Li Jing/Luo Xu Min (China; ohne Weltranglistenplatz; Setzplatz 8) und Hsu Ya Ching/Sung Yu-Hsuan (Taiwan; Weltranglistenplatz 15; Setzplatz 3) sowie zum Aufeinandertreffen von Li Yi Jing/Wang Yi Duo (China; ohne Weltranglistenplatz) und Amallia Cahaya Pratiwi/Siti Fadia Silva Ramadhanti (Indonesien; Weltranglistenplatz 90).
Mixed: dreimal Asien, einmal Europa
Im Mixed treffen im Halbfinale Cheng Xing/Zhang Chi (China; Weltranglistenplatz 16; Setzplatz 7) und Yang Po-Hsuan/Hu Ling Fang (Taiwan; Weltranglistenplatz 31) sowie Hee Yong Kai Terry/Gloria Emanuelle Widjaja (Singapur/Indonesien; Weltranglistenplatz 190) und die an Nummer acht gesetzten Dänen Mads Vestergaard/Christine Busch (Weltranglistenplatz 22) aufeinander. „Wir stehen zum ersten Mal hier im Halbfinale und sind zufrieden mit dem Level, das wir hier spielen. Das waren bislang alles klare Spiele, sodass wir viel Energie für morgen behalten konnten“, meinte Mads Vestergaard nach dem Sieg im Viertelfinale.
Stoeva-Schwestern ausgeschieden
Ausgeschieden sind am Freitag hingegen u. a. die amtierenden WM-Dritten im Herrendoppel aus Dänemark, Kim Astrup/Anders Skaarup Rasmussen (Weltranglistenplatz 10; Setzplatz 4), die viermaligen Europameisterinnen im Damendoppel aus Bulgarien, Gabriela Stoeva/Stefani Stoeva (Weltranglistenplatz 10; Setzplatz 1), sowie die an Nummer drei gesetzten Weltranglistensiebten im Mixed, Tang Chun Man/Tse Ying Suet (Hongkong), die 2024 gemeinsam das Turnier gewonnen hatten.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zu den YONEX German Open 2026 (Zeitplan, Ticketpreise etc.) sind auf der Veranstaltungswebsite unter www.german-open-badminton.de erhältlich.
Die Firma YONEX fungiert 2026 bereits zum 38. Mal in Folge als Haupt- und Titelsponsor der Internationalen Badmintonmeisterschaften von Deutschland. Unterstützt werden die YONEX German Open u. a. auch von Westenergie, dem Namensgeber der Austragungsstätte.
Text und Foto: Claudia Pauli
Auf dem Titelbild: Toma Junior Popov