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Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2009

Vom 12.-14.12.2008 fand in Ruit unter der Leitung von Petra Walther und Benjamin Wahl der letzte D2-D3 Kaderlehrgang in diesem Jahr statt.

von Monika Kniepert

17.12.08. Bild: Anselmo Segreto

D2/3 – Kader – Lehrgang am 12.12 – 14.12.2008

Stellungsspiel und Taktik im Doppel sowie Mentales Training bilden die Schwerpunkte kurz vor Weihnachten beim Lehrgang im verschneiten Ruit

Vor der Weihnachtszeit stand noch ein D2/3 – Kader – Lehrgang an der Sportschule in Ruit statt. In diesem Lehrgang wurde verstärkt auf die Taktik und das Stellungsspiel im Doppel eingegangen. Samstags hatten wir dann noch Besuch eines Sportpsychologen, der das ganze Programm mit einem mentalen Training abgerundet hat.

Die Anreise wurde von den Trainern Petra Walther und Benjamin Wahl vorverschoben, so dass alle Teilnehmer bereits um 16.30 Uhr schon an der Sportschule waren und wir vor dem Abendessen noch im Seminarraum eine erste Theorieeinheit durchgehen konnten.

Hierbei wurden die Spieler in vier Kleingruppen eingeteilt und mussten sich Gedanken zum Doppel machen. Zum Einen mussten sie die Spielidee, Angriffs- bzw. Abwehrschläge und das Stellungsspiel jeweils bezogen auf das Doppel, herausarbeiten. Die Ergebnisse wurden im Laufe des Lehrgangs jeweils passend zu der jeweiligen Praxiseinheit von den Gruppenteilnehmern hervorragend präsentiert. Nach der erfolgreichen Gruppenarbeit mussten sich die Athleten mit sich selbst und ihre Psyche beschäftigen. Die Trainer stellten gezielte Fragen, die am nächsten Tag zum Mentalen Training eingesetzt wurden. Die Athleten musste sich Gedanken darüber machen, was sie im Wettkampf – vor, während und nach dem Spiel stresst und was ihnen dabei hilft diesen Stress zu überwinden. Beeindruckend offen haben sich die Jugendlichen mit dem Thema auseinandergesetzt, so dass wir für die Einheit am Samstag aus den vollen Schöpfen konnten.

Nach dieser ersten intensiven Einheit „für den Kopf“ wurde erstmal ordentlich zu Abend gegessen, ehe es um 19 Uhr in die Sporthalle ging. Ein gemeinsames Aufwärmen über Racketspeed, Abwehr- und Angriffschläge bildete den Freitagabend.

Samstag morgen begann wie gewohnt mit dem Frühstück an der Sportschule, ehe es in die Halle ging und Diplom Psychologe Stefan das Ruder in die Hand nahm. Die Spieler mussten jeweils ein Einzel spielen mit verschiedenen Drucksituationen, die sie unter Stress setzen. Dabei kamen die Antworten, die sie uns am Vortag ehrlich ausgefüllt haben zum Einsatz. Nach einer ersten Runde gab es wieder eine kurze Theorieeinheit zum Mentalen Training. Den Athleten wurde vermittelt wie wichtig eine gute Körpersprache auf dem Feld ist. Es wurden Techniken vermittelt wie sie in Stresssituationen möglichst schnell ins Spiel zurückfinden. Dabei stellte sich heraus, dass durch die Atmung oder auch die Muskelrelaxation einiges erreicht werden kann. Aber wohl der wichtigste Punkt war der eigene Kopf, die Athleten sollten es schaffen ein eigenes Leitmotiv aufzubauen mit dem sie nicht nur am Lehrgang, sondern auch in Zukunft an Turnieren durch die Spiele gehen. Die beliebtesten Leitmotive waren: Kämpfe! Pack’s an! Der nächste Ball! Du kannst es!

Nach dieser Theorieeinheit ging es wieder in eine Matchrunde wo erneut Stresssituationen geschaffen wurden. Die Stresssituation wurde so erzeugt, dass die Spieler, die ihr Match verlieren beim Mittagessen vor der ganzen Sportschule ein Weihnachtslied vorsingen mussten. Entsprechend motiviert ging es in der Matchrunde zur Sache, wollte doch keiner vor der versammelten Sportschule sich blamieren und singen müssen. Der Verlierer aber erfüllten ihre Aufgabe mit Bravour und gaben „Oh du Fröhliche“ zu ihrem Besten. Dabei konnte man das ein oder andere Gesangstalent tatsächlich heraushören... .

Das Stellungsspiel im Angriff, vor allem das Verhalten der Vorder- und der Hinterspieler und Matchtraining im Doppel stellte den Schwerpunkt der Einheit des Nachmittags, ehe am Abend nochmals die volle Konzentration von Nöten war, da die Schläge 1-3 trainiert wurden und diese als Basics vor allem im Doppel nicht wegzudenken sind. Zu wichtig ist Aufschlag, Aufschlagannahme und der dritte Schlag! Oft Spielentscheidend! Den Abschluss eines langen Samstags bildete Schlappenhockey, das sich die Lehrgangsteilnehmer selbst gewünscht haben und danach ein sorgfältiges gemeinsames auslaufen und ausdehnen.

Der Sonntag war geprägt von den Übergangssituationen im Doppel, von der Abwehr in den Angriff, Angriff nebeneinander bzw. Angriff hintereinander. Vor allem bei den Übergangssituationen gab es doch des Öfteren noch Probleme, so dass hier im Training und auch an den Wettkämpfen verstärkt gezielt daran gearbeitet werden sollte.

Die Athleten waren trotz der vielen Theorie stets hochmotiviert und konnten während des gesamten Lehrgangs ihre Konzentration hoch halten, was für uns Trainer zu einer sehr angenehmen Atmosphäre führte.

Wir drücken allen Athleten jetzt schon für die Südostdeutsche Jugend Meisterschaft im Januar in Lauf die Daumen.

Petra Walther und Benjamin Wahl

BWBV Trainerteam