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Eggenstein Südostdeutscher Mannschaftsmeister U15

Der Titel war der gerechte Lohn für einen phantastischen Teamgeist und man darf gespannt sein, was für die junge Mannschaft bei der Deutschen Meisterschaft möglich ist.

von Michael Samman / Monika Kniepert

04.04.15. Eggenstein-Leopoldshafen Südostdeutscher Mannschaftsmeister U15

Niclas Kirchgeßner, Fabian Schlenga, Mathis Alt, Elias Weinert, Niklas Ditter, Rebecca Linder, Mathilde Kervio, und Fabienne Pavlovic hatten sich als BW-Meister viel vorgenommen - und begannen die Mission Titelgewinn mit einem starken 8:0 gegen Augsburg. Anschließend reichte ein 4:4 gegen den sächsischen Meister Radebeul für den Sieg in der Dreiergruppe. Im Halbfinale ließen die Eggensteiner den Sachsen aus Görlitz mit einem klaren 8:0 nicht den Hauch einer Chance. Im Finale traf man dann erneut auf Radebeul, das sich im anderen Halbfinale knapp gegen den bayerischen Meister Neuhausen-Nymphenburg durchgesetzt hatte. Es entwickelte sich eine hochdramatische Begegnung, bei der auf Eggensteiner Seite zwei Akteure herausragten: Mathis Alt und Fabian Schlenga. Mathis krönte seine bis dahin schon hervorragende Turnierleistung mit einer geradezu unglaublichen Energieleistung an der Seite von Niclas im 1. Doppel. Nach einem klaren 21:10 für den BSV im 1. Satz setzten die Radebeuler Büchner/Goltzsche den jungen Eggensteiner immer wieder mit krachenden Schmetterbällen unter Beschuss, aber Mathis kämpfte aufopferungsvoll und wehrte auch 100%ige Chancen des Gegners genial ab, so dass immer wieder gepunktet werden und auch der 2. Satz knapp mit 27:25 geholt werden konnte. Rebecca und Mathilde gewannen ihr Doppel sehr souverän und auch Niclas ließ seinem Gegner im 1. Einzel keine Chance. Fabian und Mathilde schienen im Mixed gegen Janning/Jork schon klar auf der Siegerstraße als Mathilde mit dem Fuß umknickte und nicht mehr laufen konnte. Doch wer nun dachte, dass dies das Aus bedeuten würde, wurde eines Besseren belehrt: Mathilde orientierte sich nach jedem Aufschlag sofort ans Netz um dort nur einen kleinen Bereich in Armreichweite abzudecken, während Fabian das gesamte restliche Feld übernahm und sich regelrecht die Seele aus dem Leib rannte. Zwar ging der 2. Satz nach der ursprünglich klaren Führung noch knapp verloren, im 3. Satz aber hatte er sich auf diese Ausnahmesituation perfekt eingestellt und fertigte das gegnerische Mixed mit 21:14 praktisch im Alleingang ab. Anschließend musste er nach kurzer Pause gleich noch im abschließenden 2. Einzel gegen Samuel Hagist ran. Beide Mannschaften und ihre Fans feierten in diesem entscheidenden Spiel jeden Punkt ihres Spielers frenetisch mit ohrenbetäubenden Lärm. Als Fabian nach einem Klasse-Spiel den Matchball zu einem letztlich ungefährdeten Zweisatzsieg verwandelt hatte, war der 5:3-Sieg perfekt und es gab kein Halten mehr: die gesamte Mannschaft stürmte das Spielfeld und ließ den Matchwinner hochleben, der kaum wusste, wie ihm geschah. Der Titel war der gerechte Lohn für einen phantastischen Teamgeist und man darf gespannt sein, was für die junge Mannschaft bei der Deutschen Meisterschaft möglich ist.

Michael Samman