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Nach 0:3 noch ein Punktgewinn

Es gibt im Sport die Floskel vom "leistungsgerechten Unentschieden". Selten war sie so angebracht wie beim Rückrundenauftakt Dossenheim /Neckargemünd und Neusatz.

von Reinhard Nolz / Monika Kniepert

05.12.12. Nach 0:3 noch ein Punktgewinn: SG geht mit Remis gegen Neusatz in die Pause

SG Dossenheim/Neckargemünd – BSpfr Neusatz 4:4

Es gibt im Sport die Floskel vom „leistungsgerechten Unentschieden“. Selten war sie so angebracht wie beim Rückrundenauftakt zwischen der SG Dossenheim/Neckargemünd und Neusatz. Unzählige Male hatten sich beide Mannschaften im Laufe der letzten Jahre schon gegenüber gestanden, man kennt sich und pflegt miteinander freundliche Beziehungen – und doch brutzelt es immer ganz besonders, wenn es gegen Neusatz geht.

Wieder einmal rannte die SG nach den Doppeln einen Rückstand hinterher. Diesmal gingen sogar alle drei Doppel verloren. Besonders die Niederlage im Damendoppel war schmerzhaft und unerwartet. Nach einer 11:0-Führung sahen Stefanie Arns und Mona Fischer beim Seitenwechsel im dritten Satz bereits wie die sicheren Siegerinnen aus. Aber so abgedroschen es klingt: Das Spiel ist eben erst bei 21 gewonnen. Noch so eine Floskel - dass aber auch sie eine Daseinsberechtigung hat, „durften“ Fischer/Arns am eigenen Leib erfahren. Mit 19:21 ging das Spiel doch noch verloren. „So etwas habe ich auch noch nie erlebt“, war SG-Spieler Heinz Ebert wie die meisten anderen Zuschauer baff. Dabei verfügt der Akteur aus der Badenliga über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Badmintonsport, gespickt mit so manchen kuriosen Anekdoten.

Philipp Discher war es, der im Anschluss mit einer starken Vorstellung im ersten Herreneinzel gegen Patrick Roth die Stimmung in der Halle drehte (21:7/21:13). Stefanie Arns rang ihre Gegnerin Stephanie Romen nach verlorenem ersten Satz dank einer taktischen Meisterleistung nieder. Danach erhöhten Nils Feldmeyer/Mona Fischer durch ihre starke Vorstellung im Mixed gegen Thomas Schlossarek/Eileen Klein den Druck auf die Neusätzer. Die abschließenden zwei Herreneinzel mussten die Entscheidung bringen. Konrad Schade ließ sich von zwischenzeitlichen Rückständen nicht irritieren, zelebrierte seine typische emotionale Spielweise und brachte seine Mannschaft durch seinen Sieg im zweiten Herreneinzel gegen Sebastian Roth erstmalig mit 4:3 in Führung. Nahezu zeitgleich kämpfte auf dem Nachbarfeld Mannschaftsführer Christopher Rank gegen den Neusätzer Neuzugang Vitus Lohmann. Rank gewann den ersten Satz, verlor im zweiten Satz jedoch seine Linie. Im alles entscheidenden dritten Satz klappten beide das Visier hoch und kämpften verbissen um jeden Punkt. Lohmann gewann 21:19 und besiegelte das Remis.

Punkt verloren oder Punkt gewonnen? Michael Möbius, der „Macher“ des Badmintonsports aus Neusatz und der Dossenheimer Abteilungsleiter Dett Nolze standen noch lange beieinander und waren sich nicht ganz sicher. Auch Friedhelm Erben sah das Unentschieden mit gemischten Gefühlen. „Wir wollten unbedingt mit einem Sieg in die Rückrunde starten. Nach dem Spielverlauf und dem 0:3 müssen wir aber mit dem einen Punkt zufrieden sein“ bilanzierte der SG-Trainer. Mit der Doppelleistung seiner Spieler kann Erben jedoch nicht einverstanden sein. „Das ist immer noch ganz eindeutig unser Schwachpunkt“, weiß der Schriesheimer – und zieht daraus Konsequenzen: „Wir werden daran arbeiten. Kurz-, mittel- und langfristig“. Damit in der nächsten Saison gegen den Dauerkonkurrenten Neusatz auch schon nach den Doppeln gejubelt werden darf.

Reinhard Nolze