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Schiedsrichter im Großeinsatz

Schwetzingen hatte für den 18.–20. August zum nationalen Saisonauftakt geladen und viele kamen. Unter Ihnen waren auch zahlreiche Schiedsrichter und Spannung war angesagt, wie es mit den neuen Regeln klappen würde.

von Hans Krieger

19.11.06. Schiedsrichter im Großeinsatz

Schwetzingen hatte für den 18.–20. August zum nationalen Saisonauftakt geladen und viele kamen. Unter Ihnen waren auch zahlreiche Schiedsrichter und Spannung war angesagt, wie es mit den neuen Regeln klappen würde.

Langes Schiedsrichterbriefing

Mit einem der wohl längsten Briefings eröffneten die nationalen Schiedsrichter, die zum Leistungsnachweis nach Nordbaden gekommen waren, knapp 2 Stunden vor dem offiziellen Spielbeginn die Aktivitäten. Bei den neuen Regeln war es dem Referee verständlicherweise wichtig eine einheitliche Linie festzulegen. Zeitgleich startete ein Lehrgang für junge Kollegen, die es sich zum Ziel gesetzt hatten ebenfalls auf DBV-Ebene vorzustoßen. Für den BWBV waren Sven Burr, Rüdiger Kirn, Johannes Pertsch und Jeannine Sitte dabei.

Perspektivteam vor der Bewährungsprobe

Diese vier Schiedsrichter wurden über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr vorbereitet und zum sogenannten Perpektivteam zusammengestellt, einer Initiative, die noch unter Edwin Löcherbach gestartet wurde. Erklärtes Ziel ist es, junge und engagierte Schiedsrichter zielgerichtet an die Aufgaben auf DBV-Ebene heranzuführen um damit auch und besonders für den BWBV langfristig leistungsstarke Schiedsrichter zu haben. Wie überall brauchen auch wir, diejenigen, die dann in Aus- und Weiterbildung oder als Referee ihre Erfahrung an andere weitergeben um somit den Schiedsrichterstab des BWBV auf einem hohem Leistungsniveau halten zu können. Und nun war eben das Wochenende gekommen auf das alle hingearbeitet hatten.

DBV unterstützt unsere Initiative

Das Referat für Schiedsrichterwesen im DBV hatte schon im Herbst 2005 klargemacht, dass das German Challenge in Schwetzingen ein geeignetes Ausbildungsturnier ist und Anfang April 2006 in der Schiedsrichterwarte-Tagung die entsprechende Beschlusslage hergestellt. Und nun gingen insgesamt 10 Kollegen aus 4 Landesverbänden in den Lehrgang. Mit Carsten Koch hatte der DBV einen seiner besten und erfahrensten geschickt, der nicht nur als Schiedsrichter auf europäischer Ebene arbeitet, sondern auch als Referee die Akkreditierung der IBF hat. Ihm stand unterstützend der BWBV-Schiedsrichterwart Hans Krieger zur Seite. Am Freitag ging es nun im theoretischen Teil natürlich um die neuen Regeln, aber viel mehr um die kniffligen Punkte im Regelwerk, die immer wieder zu Problemen führen. Und natürlich um Themen, die eben in keinem Regelwerk beschrieben werden wie z. B. das professionelle Auftreten, der Umgang mit Spielern in schwierigen Situationen, deeskalierendes Verhalten und Entschlossenheit gleichermaßen.

Die Praxis bringt mehr als alle Theorie

Am Samstag folgte nun die praktische Umsetzung auf dem Feld und auch bei der Schiedsrichterarbeit gilt: entscheidend ist die Umsetzung auf dem Feld. Hier war für alle interessant und lehrreich wie langjährig erfahrene nationale Schiedsrichter ihre Spiele leiteten, und so gab es auch als Aufschlagrichter zum einen ordentlich Arbeit in der Beobachtung und Ahndung falscher Aufschläge sowie in der Kooperation mit dem „Stuhl-SR“. An einem langen Turniertag gelang es aber auch allen vier Kollegen aus dem BWBV nachzuweisen, dass sie gut vorbereitet angereist waren und schon viel gelernt hatten, so dass schon am Samstagabend sehr positives Feedback zu ihrer Arbeit kam.

Keine Eintrittskarte ohne Prüfung

Mit den neuen Regeln hatte sich der DBV auch eine neue schriftliche Prüfung einfallen lassen, die den Kandidaten viel an Wissen abverlangte und auch Schweiß ins Gesicht trieb. Aber schließlich werden hier die SR ausgebildet, die dann in der Bundesliga und auf Deutschen Meisterschaften die Spiele leiten und da wird von allen Seiten Topleistung erwartet. Erfreulicherweise war auch hier das Perspektivteam des BWBV so gut aufgestellt, dass es keine Patzer gab. Und mit der bestandenen schriftlichen Prüfung und der starken Arbeit auf dem Feld war es dann geschafft und so konnten wir uns alle mitein-ander über vier neue nationale Schiedsrichter im BWBV freuen.

Auch die geprüften Schiedsrichter überzeugten

Neben den 11 nationalen SR und den 10 Lehrgangsteilnehmern waren am Samstag auch 4 geprüfte SR aus dem BWBV zu ihrem turnusmäßigen Leis-tungsnachweis angetreten und auch hier wurde uns ein hoher Leistungsstand bescheinigt, so dass auch diese vier Kollegen überzeugten und nicht nach unten abfielen. Neben diesen Aktivitäten waren auch noch 8 SR-Anwärter zum Grundlehrgang nach Schwetzingen gekommen, der dankenswerterweise von Markus Schmudde geleitet wurde. Somit war das German Challenge 2006 für das Schiedsrichterwesen im BWBV der wohl größte Einsatz seit der DM in Ulm 1994.

Großer Dank

Großer Dank gilt all jenen, die ihre Freizeit über zweieinhalb Tage geopfert haben um ihren Beitrag zum Gelingen dieses tollen Turniers zu leisten. Das gilt besonders den DBV-Kollegen Joachim Mörsch und Manfred Giehl für die Betreuung und Weiterbildung der nationalen SR bei deren Leistungs-nachweis, Carsten Koch für seine erfahrene und umsichtige Gestaltung des Lehrgangs ebenso wie Willi Leimenstoll und seinem tollen Team der Fortuna Schwetzingen, die diese Stadt neben der Spargelstadt sicher auch zu einer Badmintonstadt gemacht hat.

Den vier neuen nationalen Schiedsrichtern wünsche ich viel Freude bei den neuen Aufgaben und Herausforderungen und vielleicht war es für einige nur ein Zwischenschritt zu höheren Weihen.

Hans Krieger